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7.06.2004

Wie AirTunes funktioniert und ein Blick auf AirPort Express [Update]

AirPort Express ersetzt für iTunes die Lautsprecher des Mac und leitet sämtliche iTunes Aktionen an die dort angeschlossenen Boxen weiter, erklärt Jason Snell in den Macworld Editors' Notes. Dabei wird allerdings weder AAC noch MP3 oder ein sonstiges Format verwendet, sondern ausschließlich Apple's verlustfreie Komprimierungstechnik. Wird also in iTunes z.B. eine beliebige MP3-Datei gestartet, wird diese in einen Audio-Stream entkomprimiert, direkt wieder mit dem Lossless Encoder komprimiert, verschlüsselt und zur AirPort Express Station versendet. Diese entschlüsselt den Stream, dekodiert und gibt ihn entsprechend analog oder digital an die angeschlossenen Boxen/Anlage weiter. Alles läuft also am Mac wie gewohnt per iTunes und wer eine Fernsteuerung vermisst, dem sei eben ein Bluetooth-fähiges Handy ans Herz gelegt.
airtunes
AirPort Express selbst taugt -wie schon erwähnt- als mobile Base Station für bis zu 10 Benutzer, hat dabei weder Modem, Antennenerweiterungsmöglichkeiten, noch einen zweiten LAN-Ethernet Port, dafür aber den USB-Port zum Printer Sharing, im Zusammenspiel mit einer Airport Extreme Base Station lässt sich außerdem deren Reichweite entsprechend erhöhen oder man kann Airport Express als Wireless Bridge nutzen, um eine Gerät per Ethernet ins vorhandene Netzwerk einzubinden.

Was ich zudem immer für die 'große‘ Airport Station vermisst habe, existiert für AirPort Express wenigstens im Ansatz: "Es besteht keine Notwendigkeit, Ihre AirPort Express Basisstation jedes Mal erneut zu konfigurieren, wenn Sie sie von einem Raum in einen anderen mitnehmen. Der AirPort Express Assistent lässt Sie bis zu fünf Profile für unterschiedliche Umgebungen speichern, sodass Sie nur von einem Profil zu einem anderen wechseln müssen, je nachdem, wo Sie Ihre AirPort Express Basisstation verwenden möchten."

Update:
Sicher gibt es noch etliche Unklarheiten, die erst beseitigt sein werden, wenn das Gerät in erste Hände gelangt. So bleibt abzuwarten, wie störungsfrei das Audio-Streaming unter ungünstigen Umständen funktioniert, wie leistungsfähig die Mini-Base als Access Point letztendlich ist und ob bzw. mit welchen Nicht-Apple Funkstationen sich AirPort Express drahtlos versteht. Die Frage der Fernbedienung bleibt ebenfalls offen, mein Hinweis auf ein Bluetooth Handy stieß im powerbook_blog auf berechtigte Kritik: "Dem würde ich entgegenhalten, dass man dann aber auch erstmal die Entfernung|Mauern mit Bluetooth überbrücken können muss." Die BT-Handy-Fernbedienung kann natürlich nur eine Zwischenlösung sein. AirPort Express dürfte erst den Anfang von Apple's Vorstellung des kabellosen 'digital home' dartellen, in dem (momentan noch) der Mac als Hub fungiert. Alles kommende ist natürlich wüste Spekulation, aber Jörn von Mac-TV hat einen vielversprechenden Ansatz: "Der iPod ist bereits die Fernbedienung, denn er wird ebenfalls mit WLAN ausgerüstet. Das bedeutet, dass der iPod auf dem Wohnzimmer-Tisch liegt und von dort auf jede Stereo-Anlage im Haus streamen kann. Apple bietet damit endlich eine runde Lösung für das Wohnzimmer an, ohne selbst HiFi-Anlagen herstellen zu müssen. Sondern Apple bindet die bestehenden Anlagen einfach per WLAN ein." Die Technik dazu ist ja bereits vorhanden...

Posted by Leo at 23:16 | Permalink

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